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Der Thorax setzt sich aus drei Segmenten zusammen: den Pro-, Meso- und Metathorax. Die oberen Chitinplatten werden als Notum und die unteren als Sternum bezeichnet. Seitlich sind diese durch die Pleuren miteinander verbunden. Das Pronotum bedeckt den größten Teil der Oberseite von Pro- und Mesothorax und kann mit Stacheln, Tuberkeln oder ähnlichen Strukturen bewehrt sein. Sehr charakteristisch sind beispielsweise der zahnradähnliche Kamm bei Arilus oder die kamelhöckerartigen Auswüchse bei einigen Arten der Gattung Notocyrtus. Grundsätzlich ist das Pronotum durch eine mehr oder weniger sichtbare Querfurche in einen Vorder- und einen Hinterteil getrennt. Viele Raubwanzen besitzen auch eine mediane Längsfurche, die sich nur über den Hinterteil oder über das gesamte Pronotum ziehen kann. |


oben links: Apiomerus flaviventris (Harpactorinae), oben rechts: Epidaus spec. (Harpactorinae),
unten links: Platymeris rhadamanthus (Reduviinae), unten rechts: Arilus carinatus (Harpactorinae)

Thorax dorsal

Thorax ventral
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Das Prosternum besitzt eine mit Querrillen versehene Längsrinne. Diese dient der Lauterzeugung, indem das letzte Segment vom Rostrum entgegen der Rillen hin und her bewegt wird. Eine solche Stridulationsrinne kommt bei beiden Geschlechtern und in allen Larvenstadien vor. Der Mesothorax ist das größte und kräftigste Brustsegment. Das Mesonotum wird fast komplett vom Pronotum bedeckt. Nur der hinterste Teil bildet das meist dreieckige Scutellum, welches mit Dornen oder anderen Fortsätzen verziert sein kann. Das Metanotum befindet sich vollständig unter dem Mesonotum. Am Mesothorax setzen die Vorderflügel und am Metathorax die Hinterflügel an. An der Unterseite der einzelnen Brustsegmente liegt jeweils ein Beinpaar. Während der Meso- und der Metathorax fest miteinander verwachsen sind, werden der Pro- und der Metathorax durch ein Gelenk verbunden. |
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